Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Machtkampf im Weltfussball: Infantinos Rückhalt wächst – nun stellt sich Argentinien hinter den Fifa-Präsidenten

Der Machtkampf um Fifa-Präsident Gianni Infantino spaltet den Weltfussball: Während die Uefa an ihrem WM-Boykott festhält, stellen sich Südamerika, Afrika und nun auch Mexiko gegen eine vorzeitige Abwahl des Schweizers. Der südamerikanische Verband Conmebol pocht auf das reguläre Verfahren und lehnt einen ausserordentlichen Fifa-Kongress zur Absetzung Infantinos ab. Man werde «keine Massnahmen oder Verfahren unterstützen, die diese institutionellen Mechanismen missachten oder davon abweichen», erklärte der Verband. Gemeint ist damit insbesondere die für den 18. März 2027 angesetzte reguläre Präsidentenwahl. Trotz «Besorgnis über die wiederholten Alleingänge» Infantinos sieht Conmebol keinen Grund für einen ausserordentlichen Kongress zu dessen Abwahl.

Copyright 2024 The Associated Press. All rights reserved
FIFA President Gianni Infantino' walks on stage during the draw for the 2025 FIFA Club World Cup soccer tournament, Thursday, Dec
Copyright 2024 The Associated Press. All rights reserved

Besonders deutlich positioniert sich Argentinien. Verbandspräsident Claudio Tapia sandte Infantino einen Brief, in dem er betonte, «dass der richtige Weg darin besteht, weiter unter seiner Führung zu arbeiten». Die demonstrative Rückendeckung dürfte zugleich die Debatte über das Verhältnis zwischen der Fifa-Spitze und dem argentinischen Verband neu beleben. Bereits während der Weltmeisterschaft war über eine besondere Nähe Infantinos zu Argentinien spekuliert worden.

Rückendeckung erhält Infantino auch aus Afrika. Der Kontinentalverband CAF stellte sich einstimmig hinter den Fifa-Chef. Mit ihren 54 Stimmen könnten die afrikanischen Verbände bei einer Wahl entscheidendes Gewicht haben. Überraschend wechselte zudem WM-Co-Gastgeber Mexiko ins Infantino-Lager, nachdem der nationale Verband dessen Pläne zuvor noch abgelehnt hatte. In Asien ist die Lage gespalten: Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate unterstützen Infantino, Jordanien stellt sich gegen ihn. Die elf Verbände Ozeaniens haben sich bisher nicht positioniert.

Auslöser des Konflikts ist der gescheiterte Plan, Anteile der neu zu gründenden Tochtergesellschaft «Fifa Forward Enterprise» an Investoren zu verkaufen. Die Uefa und ihre 55 Mitgliedsverbände entzogen Infantino daraufhin das Vertrauen. Sie verlangen, das Vorhaben endgültig fallen zu lassen und sicherzustellen, «dass derartige Versuche, den Fussball auf diese Weise zu entstellen, niemals wieder unternommen werden». Solange diese Bedingungen nicht erfüllt sind, hält die Uefa am Boykott der Weltmeisterschaften der Männer und Frauen fest.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.