Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

London gehen die Schulkinder aus: Mehr als neunzig Schulen wegen Kindermangels geschlossen

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
London gehen die Schulkinder aus: Mehr als neunzig Schulen wegen Kindermangels geschlossen
London gehen die Schulkinder aus: Mehr als neunzig Schulen wegen Kindermangels geschlossen
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

London gehen die Schulkinder aus: Seit 2019 wurden in der britischen Hauptstadt mehr als neunzig Schulen geschlossen oder zusammengelegt, weil die Schülerzahlen sinken. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf den Kommunalverband London Councils. Als Ursachen nennt der Bericht sinkende Geburtenraten sowie den Wegzug von Familien infolge hoher Wohnkosten, Brexit und Pandemie.

ELIZABETH DALZIEL / KEYSTONE
Kinder beim Sporttraining in einer Turnhalle in East London (Symbolbild)
ELIZABETH DALZIEL / KEYSTONE

Besonders stark trifft die Entwicklung die Grundschulen. Bis zum Schuljahr 2029/30 dürfte ihre Schülerzahl in London um mehr als 7,6 Prozent zurückgehen, im inneren London sogar um 11,4 Prozent. Im Bezirk Islington wird mit einem Minus von 22 Prozent gerechnet – dem stärksten Rückgang in ganz England. In Hackney ist die Zahl der Grundschüler bereits seit der Zeit vor der Pandemie um 15 Prozent gesunken; bis 2029/30 werden weitere 14 Prozent erwartet.

Die Folgen sind bereits sichtbar. Allein in Hackney schlossen innerhalb von zwei Jahren acht Grundschulen. Zwei leerstehende Schulgebäude sollen nun vorübergehend als Unterkünfte für Obdachlose dienen. Andere ehemalige Schulen werden umgenutzt. Kommunen verkaufen die Gebäude bislang jedoch nicht, weil sie diese bei einem möglichen Wiederanstieg der Geburtenzahlen erneut benötigen könnten.

Hinter der Entwicklung steht ein grundlegender demografischer Wandel. Die Geburtenrate ist seit 2012 um fast ein Drittel auf nur noch 1,39 Kinder je Frau gefallen. Demograf Paul Morland sieht darin ein wirtschaftliches und gesellschaftliches Problem. Viele Frauen wollten nach seiner Darstellung zwei oder drei Kinder, bekämen diese aber nicht. «Wir brauchen unsere Politiker, die anfangen, darüber zu sprechen», sagte er.

Der Rückgang dürfte bald auch weiterführende Schulen erreichen. Deren Schülerzahlen sind bislang noch gestiegen, sollen aber ab dem kommenden Jahr ebenfalls sinken. Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb zwischen den Schulen, weil ihre Finanzierung von der Schülerzahl abhängt. Eine englische Grundschule erhält derzeit rund 7000 Pfund pro Kind. Weniger Kinder bedeuten damit nicht nur leere Klassenzimmer, sondern auch weniger Geld.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.