CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat bei seiner ersten Parteirede nach Verzicht auf ein Ministeramt klare Worte an Parteichef Merz gerichtet. Auf dem kleinen Parteitag in Berlin erklärte Linnemann, er werde Merz zwar unterstützen, aber nicht blind folgen: «Aber, lieber Friedrich, das heisst nicht: bedingungslose Gefolgschaft.» Die CDU werde keine «Aussenstelle 1A des Bundeskanzleramts» sein, sondern eine eigenständige Stimme behalten.
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Linnemann zeigte sich selbstkritisch über das Wahlergebnis: «28,5 Prozent sind zu wenig.» Als Generalsekretär übernehme er die Verantwortung und kündigte eine «ehrliche und ungeschminkte» Wahlanalyse an. Zu seinem Verzicht auf ein Ministeramt sagte Linnemann: «Einfach nur Minister sein, ein Ministerium zu übernehmen – das bin nicht ich.»
Die Delegierten honorierten seine Rede mit langanhaltendem Applaus, auch Friedrich Merz dankte seinem Generalsekretär.