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«Lawrow weiss natürlich auch, dass Russland diese Sache in Leipzig gemacht hat»: Aussenminister Wadephul reagiert auf Moskaus Warnung vor «echtem Krieg»

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«Lawrow weiss natürlich auch, dass Russland diese Sache in Leipzig gemacht hat»: Aussenminister Wadephul reagiert auf Moskaus Warnung vor «echtem Krieg»
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Deutschlands Bundesaussenminister Johann Wadephul (CDU) hat Russland erneut direkt für den mutmasslichen Drohnenangriff am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich gemacht und seinem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow vorgeworfen, die Urheberschaft Moskaus selbst zu kennen. «Wir wissen ganz genau, und Sergei Lawrow weiss natürlich auch, dass Russland diese Sache in Leipzig gemacht hat – und dass wir darauf reagiert haben, darauf reagieren mussten», sagte Wadephul im Podcast «Ronzheimer». Der Kreml bestreitet eine russische Verantwortung.

Christoph Soeder/DPA/Keystone
Aussenminister Johann Wadephul an einer Pressekonferenz in Berlin
Christoph Soeder/DPA/Keystone

Lawrow hatte zuvor erklärt, Deutschland und Russland stünden «im Grossen und Ganzen am Beginn eines echten Krieges». Auslöser war die Entscheidung der Bundesregierung, Moskau für den versuchten Drohnenangriff in Leipzig verantwortlich zu machen und darauf mit diplomatischen Massnahmen zu reagieren. Dass Lawrow seine Äusserungen ausgerechnet am Tag der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt machte, könnte laut Wadephul der Absicht entsprungen sein, in Deutschland «für weitere Verunsicherung zu sorgen». Russland versuche mit verschiedenen Mitteln, auf die deutsche Gesellschaft einzuwirken. «Wir lassen uns nicht einschüchtern», sagte der Minister. Lawrows scharfe Rhetorik wertete er als «Ausdruck einer gewissen russischen Verzweiflung».

Zugleich erhöhte Wadephul den Druck auf die Ukraine. Deutschland sei inzwischen der stärkste Unterstützer Kiews bei finanzieller und militärischer Hilfe. Deshalb müsse auch die deutsche Rüstungsindustrie stärker von ukrainischen Beschaffungsaufträgen profitieren. Diese Forderung habe er Präsident Wolodymyr Selenskyj bei seinem jüngsten Besuch in Kiew persönlich vorgetragen. «Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir nicht ganz zufrieden mit dem, was es an Bestellungen in Deutschland gibt», sagte Wadephul. Die Bundesregierung habe Kiew deshalb aufgefordert, dies zu überprüfen.

Auch bei ukrainischen Männern im wehrfähigen Alter, die in Deutschland leben, schlägt Wadephul einen härteren Kurs an. Er unterstützte die Forderung von CSU-Chef Markus Söder, wonach diese Männer in die Ukraine zurückkehren sollten. Deutsche Behörden wüssten anhand von Meldedaten, Aufenthaltsstatus und Sozialleistungsbezug, wer sich im Land aufhalte. Diese Informationen könnten genutzt werden, damit die ukrainische Regierung die Betroffenen anschreibt und zur Rückkehr auffordert. Zwang lehnt Wadephul allerdings ab.

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