Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Kritik am Ukraine-Krieg: Russisches Gericht verurteilt Oppositionspolitiker Lew Schlosberg zu elf Jahren Straflager

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Kritik am Ukraine-Krieg: Russisches Gericht verurteilt Oppositionspolitiker Lew Schlosberg zu elf Jahren Straflager
Kritik am Ukraine-Krieg: Russisches Gericht verurteilt Oppositionspolitiker Lew Schlosberg zu elf Jahren Straflager
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Der russische Oppositionspolitiker Lew Schlosberg ist wegen seiner Kritik am Krieg gegen die Ukraine zu elf Jahren und einem Monat Straflager verurteilt worden. Ein Gericht in Pskow sprach den 63-Jährigen der Diskreditierung der russischen Streitkräfte und der Verbreitung von Falschinformationen schuldig. Schlosberg fordert einen sofortigen Waffenstillstand und bezeichnet den Krieg als Katastrophe für Russland. Seine Partei Jabloko kündigte Berufung an und spricht von einem politisch motivierten Verfahren. Das berichtet die Welt.

AP/Keystone
Lew Schlosberg im Gericht in Pskow
AP/Keystone

Schlosberg ist stellvertretender Vorsitzender von Jabloko, einer liberalen Oppositionspartei. In seinem Schlusswort vor Gericht bestritt er die Vorwürfe und bezeichnete das Verfahren als politisch. Zugleich erneuerte er seine Forderung nach einem Ende der Kämpfe. «Das Leben Abertausender Menschen wurde in dieser Zeit ausgelöscht», sagte Schlosberg laut einem Protokoll des unabhängigen Portals Mediazona. Eines Tages werde die vollständige Zahl der Toten bekannt werden, erklärte er.

Jabloko-Chef Nikolai Rybakow bezeichnete das Urteil als «eine Tragödie, die den Zusammenbruch der heutigen russischen Justiz verdeutlicht». Schlosberg werde wegen seiner Forderung nach einem Waffenstillstand und der Rettung von Menschenleben bestraft. Nach Darstellung Rybakows spielt auch eine Rolle, dass Schlosberg Russland nicht verlassen habe. Viele andere Oppositionelle sind seit Beginn des Krieges ins Ausland gegangen.

Das Urteil fällt wenige Wochen vor der russischen Parlamentswahl im September. Erst vergangene Woche hatte der Oberste Gerichtshof Jabloko von der Wahl ausgeschlossen. Nach Angaben der Welt ist sie die einzige registrierte politische Partei Russlands, die offen ein Ende des Krieges fordert.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.