In mehreren westdeutschen Bundesländern erhalten inzwischen mehr Ausländer als Deutsche Bürgergeld. Laut einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit, über die Nius berichtet, liegt der Anteil von Empfängern ohne deutschen Pass in Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und im Saarland jeweils über 50 Prozent.
JENS KALAENE / KEYSTONE
Hessen verzeichnet mit 55,4 Prozent den höchsten Ausländeranteil unter allen Bürgergeldbeziehern. Dort leben 179.670 deutsche und 223.210 ausländische Empfänger. Dicht dahinter folgen Baden-Württemberg (55,3 Prozent), Bayern (54,5 Prozent) und das Saarland (50,8 Prozent). Insgesamt leben in diesen vier Ländern rund 1,4 Millionen Bürgergeldempfänger – mehr als ein Viertel aller Leistungsbezieher in Deutschland.
Bundesweit beziehen laut Nius derzeit etwa 5,3 Millionen Menschen Bürgergeld. Davon besitzen 47 Prozent eine ausländische Staatsbürgerschaft. Besonders gering ist der Anteil in den ostdeutschen Ländern Sachsen, Thüringen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo auch insgesamt weniger Empfänger registriert sind. In ganz Ostdeutschland erhalten rund 750.000 Personen Bürgergeld – nur halb so viele wie allein in Nordrhein-Westfalen.