Nati-Trainer Murat Yakin stellt sich trotz des Wirbels um Granit Xhaka hinter seinen Captain und verteidigt dessen Entscheidung, dem gegenwärtigen Zusammenzug der Schweizer Nationalmannschaft fernzubleiben. «Granit und ich stehen immer im Austausch. Er ist sehr reflektiert, klar, denkt und handelt zum Wohle des Teams. Das schätze ich sehr», sagte Yakin im Interview mit dem Blick.
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Xhaka hatte zuvor eingeräumt, ein gefälschtes Impfzertifikat verwendet zu haben. Wegen der öffentlichen Kontroverse verzichtet der Captain nun auf die kommenden Länderspiele. Yakin hatte zunächst trotz des Verfahrens mit Xhaka geplant. Nach Gesprächen seien sich beide jedoch einig gewesen, dass dessen Abwesenheit derzeit die richtige Lösung sei. Xhaka wolle damit die Mannschaft schützen, damit diese sich auf die anstehenden Spiele in der Nations League konzentrieren könne.
Der Nationaltrainer betont zugleich die sportliche Bedeutung seines Captains. Xhaka wolle «um jeden Preis gewinnen» und fordere sowohl seine Mitspieler als auch den Trainerstab. Dass seine direkte Art nicht bei allen gleich gut ankommt, räumt Yakin ein. Gerade diese Haltung könne aber ein Grund dafür sein, dass die Schweiz mit Xhaka als Führungsspieler über Jahre erfolgreich gewesen sei. «Mit Granit kann man immer reden», sagte Yakin.
Offen bleibt, ob Xhaka nach der Affäre Captain bleibt. Verbandspräsident Peter Knäbel hatte angekündigt, dass der Schweizerische Fussballverband die Situation nach den vier Länderspielen mit dem 33-Jährigen besprechen werde. Yakin legt sich auf das Ergebnis nicht fest, zeigt sich aber zuversichtlich: «Ich bin überzeugt, dass wir eine gute Lösung für alle finden werden.»