Die spanische EU-Kommissarin Teresa Ribera soll laut einem Bericht des Onlineportals Politico versucht haben, das geplante EU-Embargo gegen russisches Flüssiggas (LNG) abzuschwächen. In internen Diskussionen habe sich Ribera, zuständig für Energiefragen in Brüssel, für eine Klausel eingesetzt, die eine Rückkehr russischen Gases zu einem späteren Zeitpunkt ermöglichen könnte.
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Demnach plädierte Ribera dafür, dass das geplante Verbot nicht auf langfristige Verträge ausgeweitet wird. Diese Verträge würden derzeit ein Drittel der LNG-Importe aus Russland ausmachen. Ein entsprechender Entwurf wurde laut dem Bericht von Beamten, die mit dem Vorgang vertraut sind, als Versuch gewertet, die Wirkung des Embargos zu untergraben. Sie werfen Ribera vor, die Interessen der europäischen Energieimporteure über jene der politischen Linie der EU zu stellen.
Riberas Sprecher wies die Kritik zurück und erklärte, die Kommissarin habe «im Interesse Europas» gehandelt. Die Klausel sei notwendig gewesen, um einen Kompromiss innerhalb der Kommission zu erreichen. «Es ist wichtig, dass Europa handlungsfähig bleibt», hiess es.