Entertainer Harald Schmidt zeigt sich nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt gelassen und warnt davor, demokratische Wahlergebnisse in Frage zu stellen. «Es sind eben Wahlen, und dann gibt es Ergebnisse», sagte der 69-Jährige. Dies sagte Schmidt im Podcast «Studio 9 – Der Tag mit …» von Deutschlandfunk Kultur.
Rolf
Die AfD hatte bei der Wahl in Sachsen-Anhalt 44 Prozent erreicht. Schmidt sagte dazu: «Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine.» Dass viele Menschen Angst hätten, könne er verstehen. «Ich bitte aber um Entschuldigung dafür, dass ich keine habe.» Wer mit Wahlergebnissen unzufrieden sei, müsse entweder Wahlen abschaffen oder die Ergebnisse vorher festlegen, sagte Schmidt.
Auch zum Wahlkampf äusserte sich der frühere Late-Night-Moderator. Über den AfD-Politiker Ulrich Siegmund sagte er: «Ulrich Siegmund auf dem Moped – glaubhaft, egal, wie Sie politisch zu ihm stehen.»
SPD-Chef Lars Klingbeil verspottete Schmidt dagegen für dessen Auftritt auf einem Fahrrad. «Lars Klingbeil auf dem Fahrrad sieht aus, als ob der Medienberater gesagt hat: ‹Mach ihm für das Foto die Stützräder weg.›»
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz nahm Schmidt aufs Korn. Dessen Umgang mit den Waldbränden beschrieb er als Dilemma: «Kommt er zu den Bränden, heisst es: Er steht nur rum. Kommt er nicht, heisst es: Er interessiert sich nicht.»