Die schwarz-rote Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz verliert laut einer neuen Insa-Umfrage massiv an Rückhalt in der Bevölkerung. In einer Blitzumfrage für die Bild-Zeitung erklärten 49 Prozent der Befragten, sie fänden ein vorzeitiges Ende der Koalition besser als eine Fortsetzung bis zum regulären Ende der Legislaturperiode 2029. Nur 32 Prozent sprachen sich dafür aus, dass das Bündnis aus Union und SPD weiterregieren solle.
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Die Umfrage zeichnet ein düsteres Bild für die Regierung. Besonders gross ist die Unzufriedenheit in der Altersgruppe zwischen 40 und 49 Jahren: Dort wünschen sich 62 Prozent ein Ende von Schwarz-Rot. Deutlich loyaler zeigen sich ältere Wähler. Unter den über 70-Jährigen unterstützt knapp die Hälfte eine Fortsetzung der Koalition.
Auch regional zeigen sich Unterschiede. In Ostdeutschland sprechen sich 57 Prozent für ein vorzeitiges Aus der Regierung aus, in Westdeutschland sind es 47 Prozent. Besonders deutlich fällt die Ablehnung im Umfeld der AfD aus: 87 Prozent ihrer Anhänger wünschen sich ein Ende der Koalition. Dagegen hält eine Mehrheit der Unions- und SPD-Wähler weiterhin zur Regierung. Unter Anhängern der CDU/CSU wollen 62 Prozent, dass Schwarz-Rot im Amt bleibt, bei SPD-Wählern sind es 57 Prozent.
Die schlechten Werte treffen die Regierung in einer Phase wachsender wirtschaftlicher und politischer Spannungen. Die persönliche Popularität von Kanzler Merz sowie mehrerer Minister ist laut Bild ebenfalls stark gesunken. Gleichzeitig häufen sich Konflikte über Wirtschaftspolitik, Migration und den Umgang mit der schwachen Konjunktur.