Britische und französische Kampfflugzeuge haben am Samstagabend ein unterirdisches Waffenlager des Islamischen Staates (IS) in Syrien bombardiert, berichtet die Financial Times. Ziel des Angriffs war ein abgelegener Komplex nördlich der Stadt Palmyra, der laut britischem Verteidigungsministerium zur Lagerung von Sprengstoff und Waffen diente.
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An dem Einsatz waren britische Typhoon-FGR4-Kampfjets sowie französische Flugzeuge beteiligt. Laut Verteidigungsminister John Healey war die Aktion ein klares Zeichen: «Diese Operation zeigt unsere Entschlossenheit, Seite an Seite mit unseren Partnern jede Wiedererstarkung von Daesh und ihrer gewalttätigen Ideologie im Nahen Osten zu verhindern.»
Die britische Regierung betonte, dass sich in der Umgebung des Zielorts keine Zivilisten aufhielten und keine Hinweise auf zivile Opfer vorlägen. Erste Auswertungen deuteten darauf hin, dass das Ziel erfolgreich zerstört wurde.
Der gemeinsame Angriff folgt auf eine Serie von US-Luftschlägen im Dezember, bei denen mehr als siebzig Ziele in Syrien getroffen worden waren. Anlass war ein tödlicher Hinterhalt eines IS-Kämpfers, bei dem zwei amerikanische Soldaten und ein Dolmetscher ums Leben gekommen waren. Die US-Streitkräfte erklärten, seither zehn weitere Operationen durchgeführt und 23 mutmassliche IS-Mitglieder getötet oder festgenommen zu haben.
Trotz des territorialen Zusammenbruchs der Dschihadisten 2019 ist der IS weiterhin in Syrien aktiv.