Deutschland hat 2025 weltweit 612 Millionen Euro für Gender-Projekte im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit ausgegeben. Das waren 13 Prozent weniger als 2024, als 704 Millionen Euro flossen. Dies berichtet die Neue Zürcher Zeitung.
Der Anteil solcher Projekte am gesamten Entwicklungshaushalt sank demnach von 5,6 auf 5,4 Prozent. Gleichzeitig soll weiterhin eine Vorgabe aus der Zeit der Ampelregierung gelten, wonach 93 Prozent aller neuen Projekte einen Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter leisten sollen.
BERND VON JUTRCZENKA / KEYSTONE
Zu den geförderten Vorhaben gehören 392.000 Euro für «ökofeministische Ansätze» in der lokalen Politik Indonesiens. Feministische Entwicklungspolitik in Armenien, Kolumbien, Ruanda und Tunesien wird bis 2027 mit insgesamt 10 Millionen Euro unterstützt. Weitere 20 Millionen Euro sind bis 2028 für «lokale und regionale zivilgesellschaftliche Akteure für die feministische Transformation in Afrika» vorgesehen.
2026 flossen zudem rund 1,1 Millionen Euro an einen Weltdachverband von LGBTQ-Organisationen. Damit soll nach Angaben des Entwicklungsministeriums unter anderem eine Sammlung von mehr als 3500 Gesetzen zu sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität unterstützt werden.