Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Geheimroute durch die Strasse von Hormus? US-Militär soll täglich bis zu zwanzig Tanker durch einen südlichen Korridor lotsen

Anhören ( 2 min )
KI-Stimme
Geheimroute durch die Strasse von Hormus? US-Militär soll täglich bis zu zwanzig Tanker durch einen südlichen Korridor lotsen
Geheimroute durch die Strasse von Hormus? US-Militär soll täglich bis zu zwanzig Tanker durch einen südlichen Korridor lotsen
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die USA halten offenbar einen Schifffahrtskorridor durch die Strasse von Hormus offen, über den täglich fünfzehn bis zwanzig Tanker die strategisch wichtige Meerenge passieren. Das US-Militär kontrolliere eine südliche Route nahe der Küste Omans und begleite Schiffe auf ihrem Weg in den Persischen Golf und zurück ins Arabische Meer, berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf US-Medien. «Wir kontrollieren die südliche Route», sagte ein US-Regierungsvertreter dem Nachrichtenportal Axios.

Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP/Keystone
Frachtschiffe und Tanker in der Strasse von Hormus (Symbolbild)
Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP/Keystone

Über den Korridor werden gemäss dem Bericht vor allem nachts bis zu zehn Millionen Barrel Rohöl pro Tag transportiert. Das entspreche ungefähr der Hälfte des Volumens vor Beginn des Krieges, als die Schifffahrt durch die Meerenge noch ungehindert möglich war. In einzelnen Nächten sollen sogar bis zu zwanzig Millionen Barrel die Passage passiert haben. Das US-Militär lotst zunächst leere Tanker in den Golf und sichert anschliessend auch deren Ausfahrt mit Öl aus den Golfstaaten.

Dass die Route funktioniert, führen US-Vertreter auch auf frühere amerikanische Angriffe auf iranische Überwachungssysteme zurück. Dabei seien Radar- und Seeüberwachungsanlagen beschädigt oder zerstört worden. Auch zahlreiche Schnellboote der iranischen Revolutionsgarden, die zur Überwachung des Schiffsverkehrs eingesetzt worden seien, seien ausgefallen. Nach amerikanischer Darstellung könne Teheran die nächtlichen Fahrten deshalb zwar weiterhin angreifen, die Meerenge aber nicht vollständig kontrollieren. Zu Wochenbeginn hätten US-Streitkräfte acht Drohnen und zwei Marschflugkörper abgefangen.

Koordiniert werden die Fahrten laut dem Bericht von Fort Bragg im US-Bundesstaat North Carolina. Eine militärische Sondergruppe erstellt dort täglich Listen und Zeitfenster für ein- und auslaufende Schiffe. Die Route soll damit einen Teil der Öltransporte ermöglichen, die durch die Kämpfe um die Strasse von Hormus stark eingeschränkt worden waren.

US-Präsident Donald Trump wertet die Entwicklung als Erfolg. Er sprach von einer «gewaltigen Menge Öl», die inzwischen wieder verschifft werde. Washington und Teheran beanspruchen allerdings beide die Kontrolle über die Strasse von Hormus für sich. Die iranische Führung hatte zuletzt wiederholt erklärt, die Passage unter ihrer Kontrolle zu haben. Die amerikanische Darstellung widerspricht dem nun ausdrücklich.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.