Der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Tino Schomann, fordert nach der Wahlniederlage seiner Partei in Sachsen-Anhalt die Ablösung von Bundeskanzler Friedrich Merz. «Wir brauchen eine Persönlichkeit, die Empathie, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit vermittelt. Er hat gezeigt, dass er das nicht kann. Für die Position ist er in meinen Augen ungeeignet, um das Land auch zu einen und die Probleme im Land zu lösen», sagte Schomann dem NDR, wie die Bild berichtet.
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Der Landrat von Nordwestmecklenburg gibt der Bundespolitik die Hauptschuld am schlechten Abschneiden der CDU. «Berlin trägt die Hauptverantwortung», sagte Schomann. Merz vermittle keine Zuversicht, stattdessen würden die Bürger mit neuen Belastungen konfrontiert. Nach der Niederlage in Sachsen-Anhalt habe er Konsequenzen der Parteiführung erwartet. Weil diese ausgeblieben seien, müsse nun «mehr Druck von der Basis kommen».
Aus der CDU kommt Widerspruch. Staatsminister Philipp Amthor warnte davor, die Niederlage auf einzelne Personen zu reduzieren. Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Chef und Spitzenkandidat Daniel Peters erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: «Personaldebatten helfen uns nicht weiter. Sie sind kontraproduktiv.» Die Probleme der Koalition führte Peters vor allem auf die SPD zurück.
Die Kritik trifft Merz knapp zwei Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Zugleich verschärft sich der innerparteiliche Streit über den Umgang mit der AfD. Der CDU-Kreisvorsitzende Thomas Grote bezeichnete die Brandmauer laut NDR als einen der grössten Wahlverlierer in Sachsen-Anhalt und sprach sich dafür aus, in Sachfragen mit der AfD zusammenzuarbeiten.