Frankreich und Lettland wollen über eine Beteiligung Rigas an der französischen nuklearen Abschreckung sprechen. «Präsident Macron hat zugestimmt, Verhandlungen mit Lettland über den Beitritt unseres Landes zur französischen Initiative zur nuklearen Abschreckung aufzunehmen», erklärte Kulbergs. Er habe mit Macron intensiv über eine engere Zusammenarbeit beider Länder in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik gesprochen. Paris habe ausserdem zugesagt, seine militärische Präsenz in dem baltischen Nato-Staat auszubauen, insbesondere bei der Luftverteidigung.
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Die Ankündigung folgt gemäss Reuters-Bericht auf einen Streit innerhalb der EU über die Verlängerung der Russland-Sanktionen. Lettland hatte sich zunächst dagegen gestellt, zwei russische Milliardäre von der Sanktionsliste zu streichen. Schliesslich erklärte sich Riga bereit, sich bei der entsprechenden Entscheidung der 27 EU-Staaten zu enthalten. Damit wurde zugleich der Weg für eine Verlängerung der Sanktionen gegen die übrigen rund 3000 Personen und Organisationen um drei Jahre frei.
Nun sollen Paris und Riga in Verhandlungen klären, wie eine Beteiligung Lettlands an der französischen nuklearen Abschreckung konkret aussehen könnte. Details über mögliche militärische Schritte oder die Ausgestaltung der Zusammenarbeit sind bislang nicht bekannt.