In Frankfurt sind zwei weitere Menschen an Malaria erkrankt, obwohl sie weder am Flughafen arbeiten noch zuvor in einem Malaria-Gebiet waren. Das Gesundheitsamt der Stadt warnt deshalb vor der potenziell tödlichen Tropenkrankheit und rät der Bevölkerung zu verstärktem Mückenschutz. «Wir raten zu Mückenschutz durch Repellentien und bedeckende Kleidung», teilte die Behörde mit, wie die Bild berichtet.
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Die beiden Erkrankten leben im Stadtteil Schwanheim, rund fünf Kilometer vom Frankfurter Flughafen entfernt. Bei ihnen wurde der Malariaerreger Plasmodium falciparum nachgewiesen. Wie sie sich infiziert haben, ist bislang ungeklärt. Das Gesundheitsamt hat am Flughafen und im Umfeld ihrer Wohnorte Mückenfallen aufgestellt. Gefangene Tiere sollen in einem belgischen Tropeninstitut untersucht werden.
Die neuen Fälle sind Teil einer ungewöhnlichen Häufung rund um Deutschlands grössten Flughafen. Seit Juli erkrankten dort bereits sechs Mitarbeiter der Gepäckabfertigung an Malaria, zwei von ihnen starben. Die Behörden vermuten, dass infizierte Stechmücken mit Flugzeugen aus tropischen Gebieten nach Frankfurt gelangten und Beschäftigte stachen.
Die beiden jüngsten Fälle werfen allerdings neue Fragen auf. Anopheles-Mücken legen nach Angaben der «Hessenschau» normalerweise Distanzen von rund zwei Kilometern zurück. Die Betroffenen wohnen etwa fünf Kilometer vom Flughafen entfernt. Als mögliche Erklärung gilt deshalb auch sogenannte Gepäckmalaria: Infizierte Mücken könnten in Koffern oder anderen Gepäckstücken weitertransportiert worden sein.
Das Gesundheitsamt empfiehlt neben langer Kleidung Abwehrmittel mit Icaridin oder DEET sowie Fliegengitter an Fenstern. Trotz inzwischen acht Erkrankungen bewertet die Behörde das allgemeine Ansteckungsrisiko weiterhin als gering: «Die klimatischen Bedingungen sind für den Zyklus von Mücke und Erreger in Deutschland ungünstig.» Wie die beiden Menschen in Schwanheim mit dem Erreger in Kontakt kamen, wird weiter untersucht.