In der Schweiz leben aktuell rund 200.000 Geflüchtete – so viele wie noch nie. Das berichtet die Sonntagszeitung unter Berufung auf Daten des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Berücksichtigt sind sowohl anerkannte Flüchtlinge als auch Menschen in «flüchtlingsähnlichen Situationen», etwa die 70.000 Ukrainerinnen und Ukrainer, die seit Kriegsbeginn in die Schweiz geflüchtet sind.
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Der Anteil der Geflüchteten an der Gesamtbevölkerung liegt laut dem Bericht bei etwas über 2 Prozent. Damit belegt die Schweiz im europäischen Vergleich Platz zehn. In Zypern liegt der Anteil bei knapp 5 Prozent, in Tschechien bei 3,6 und in Deutschland bei 3,3 Prozent – so die Zahlen der Rockwool Foundation Berlin.
Einen Rekord verzeichnet auch das Staatssekretariat für Migration bei Personen mit offiziellem Flüchtlingsstatus gemäss Schweizer Asylgesetz. Erstmals überschritt deren Zahl in diesem Sommer die Marke von 100.000 – darunter Menschen, deren Leben, Freiheit oder körperliche Unversehrtheit im Herkunftsland bedroht ist.
Die steigenden Zahlen stellen Bund, Kantone und Gemeinden vor erhebliche Herausforderungen. In vielen Regionen sei die Lage «tendenziell angespannt», sagte der Präsident der Konferenz der kantonalen Sozialdirektoren, Mathias Reynard. Eine neue Asylstrategie soll Abhilfe schaffen und bestehende Schwächen im System beheben.