Finnlands Ministerpräsident Petteri Orpo hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, der Ukraine den Einsatz amerikanischer Tomahawk-Marschflugkörper zu erlauben. Nur so könne das Kräfteverhältnis mit Russland ausgeglichen und Wladimir Putin zu Verhandlungen gedrängt werden. «Putin glaubt nur an Stärke», sagte Orpo im Gespräch mit Politico in Brüssel.
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Nach dem Scheitern eines Treffens zwischen Trump und Putin in Ungarn kündigte die US-Regierung neue Sanktionen gegen russische Ölkonzerne wie Rosneft und Lukoil an. Trump bezeichnete die Massnahmen als «gewaltige Sanktionen» und erklärte: «Wir hoffen, dass sie nicht lange nötig sind.»
Trotz der Eskalation lehnt Trump bislang eine Lieferung der weitreichenden Tomahawks ab. Die Ausbildung sei zu komplex und dauere zu lange: «Ein Jahr intensives Training», so der US-Präsident. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hingegen sieht in der Waffe ein zentrales Druckmittel. Sobald die Option auf Tomahawks vom Tisch war, habe Russland das Interesse an Gesprächen verloren, so Selenskyj.
Finnland, das eine 1300 Kilometer lange Grenze zu Russland teilt, gehört zu den sicherheitspolitisch konfrontativsten Stimmen in Europa. Orpo: «Ich hoffe sehr, dass sie [die Ukrainer, Red.] die Fähigkeiten bekommen, zurückzuschlagen und sich zu verteidigen.»