Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze distanziert sich von seinem CDU-Parteifreund Bernd Prange, der zur Wahl der AfD aufgerufen und der Partei 10.000 Euro gespendet hat. Über ein mögliches Parteiausschlussverfahren soll nach der Landtagswahl am 6. September beraten werden. Dies sagte Schulze im «Playbook»-Podcast von Politico.
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«Finde ich nicht gut. Kann ich ganz klar sagen», erklärte Schulze zu Pranges Vorgehen. Unterschiedliche Meinungen seien innerhalb einer Partei möglich. «Ich finde die Ansätze, die er hat, falsch. Definitiv», sagte Schulze. «Die Meinung dort teile ich in keinster Weise.»
Prange hatte zweimal 5000 Euro an die AfD Sachsen-Anhalt gespendet. Zudem rief der Ortsbürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe dazu auf, bei der Landtagswahl AfD zu wählen. Er wünsche sich ein Ergebnis, das der Partei eine Alleinregierung ermögliche. Dadurch solle die CDU «endlich aufwachen» und die «Brandmauer» zur AfD aufgeben.
CDU-Generalsekretär Mario Karschunke hatte bereits ein mögliches Ausschlussverfahren angekündigt. Prange selbst sagte dazu: «Ich will, dass sie mich rausschmeissen.» Schulze will die Entscheidung vertagen: «Wir werden uns nach der Wahl mit dem Thema beschäftigen. Aber jetzt ist es Wahlkampf, jetzt haben wir andere Themen.»