Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Falls AfD die Gelder streicht: Grünen-Fraktionschefin Dröge will NGOs mit «Demokratie-Notfall-Fonds» des Bundes absichern

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Falls AfD die Gelder streicht: Grünen-Fraktionschefin Dröge will NGOs mit «Demokratie-Notfall-Fonds» des Bundes absichern
Falls AfD die Gelder streicht: Grünen-Fraktionschefin Dröge will NGOs mit «Demokratie-Notfall-Fonds» des Bundes absichern
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge fordert nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt einen staatlichen «Demokratie-Notfall-Fonds» für Vereine und Nichtregierungsorganisationen. «Wenn die AfD die Mittel kürzt, dann machen wir auf Bundesebene so etwas wie einen Demokratie-Notfall-Fonds. Dann springen wir ein Stück weit ein», sagte Dröge während der Generaldebatte im Bundestag.

Clemens Bilan/EPA/Keystone
Katharina Dröge spricht in der Generaldebatte im Bundestag
Clemens Bilan/EPA/Keystone

Sie warf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der SPD vor, keinen ausreichenden Plan für die Folgen einer möglichen AfD-Regierungsübernahme in Sachsen-Anhalt vorzulegen. Dröge verlangte zudem Vorkehrungen, damit sensible Geheimdienst-Informationen im Fall einer Regierungsbeteiligung nicht in die Hände von AfD-Politikern gelangen könnten.

Die Grünen-Politikerin verwies auf Ängste von Migranten und queeren Menschen sowie auf die Unsicherheit zivilgesellschaftlicher Organisationen. Gleichzeitig räumte sie Fehler ihrer eigenen Partei ein. Die Grünen hätten zu lange mit der Botschaft «Demokratie retten» Wahlkampf geführt und nicht erkannt, dass die Warnung vor einer Gefährdung der Demokratie durch die AfD für viele Menschen ihren Schrecken verloren habe.

Dröge sieht hinter dem Aufstieg der AfD auch wirtschaftliche und infrastrukturelle Probleme. Besonders erfolgreich sei die Partei in strukturschwachen Regionen, aus denen Industrie verschwunden sei, in denen Busverbindungen fehlten und sich Menschen von der Politik vergessen fühlten. Die Bundesregierung habe die Möglichkeiten des Sondervermögens für Infrastruktur nicht ausreichend genutzt, um dem entgegenzuwirken.

Am Ende ihrer Rede verband Dröge diese soziale Analyse dennoch mit der Forderung nach einem Parteiverbot. Deutschland sei an einem Punkt angelangt, an dem «die politische Auseinandersetzung allein nicht mehr reicht». «Wir müssen jetzt einen Antrag für ein AfD-Verbot auf den Weg bringen», sagte sie.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.