Dänemarks sozialdemokratische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat im Parlament vor einer Bedrohung Europas durch islamistische und antidemokratische Kräfte unter Migranten gewarnt. Anlass war eine Dringlichkeitssitzung des Parlaments zum jüngsten Migrantenansturm auf die spanische Exklave Ceuta.
«Wenn wir über undemokratische Kräfte sprechen, dann ist Russland unser grosser Feind. Das Problem ist jedoch, dass im Inneren ein grosser Feind heranzuwachsen begonnen hat, und das sind Ausländer, die nach Europa gekommen sind», sagte Frederiksen.
Sebastian Elias Uth/Keystone
Die Regierungschefin verwies insbesondere auf Islamisten. «Es sind Hamas-Anhänger, es sind Leute, die Terror gegen europäische Gesellschaften begehen, es sind Leute, die unsere grundlegenden europäischen Werte nicht anerkennen, es sind Leute, die mit einigen der allerfinstersten Kräfte in dieser Welt sympathisieren.»
Frederiksen erklärte weiter, Europa sei «sowohl von aussen als auch jetzt von innen bedroht». Dabei gehe es nicht um unterschiedliche Positionen der dänischen und der spanischen Regierung, sondern um «Leute mit einem islamischen Hintergrund, die leider die offene, freie europäische Gesellschaft nicht wollen».
Frederiksen hatte zuletzt gemeinsam mit Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni eine strengere europäische Migrationspolitik gefordert. Ein entsprechendes Schreiben an die EU-Kommission und die EU-Rats-Präsidentschaft wurde von insgesamt 22 EU-Regierungen unterstützt.