Nati-Captain Granit Xhaka hat eingeräumt, während der Corona-Pandemie eine Impfbestätigung gekauft zu haben. Gegen den 33-Jährigen läuft deshalb ein Strafverfahren; Anfang Oktober soll er von der Luzerner Staatsanwaltschaft befragt werden, berichtet der Blick.
Xhaka äusserte sich auf Instagram erstmals ausführlich zu den Vorwürfen. «In dieser aufgewühlten Gefühlslage habe ich eine Impfbestätigung erworben, anstatt meine offenen Fragen auf dem vorgesehenen Weg zu klären», schrieb der Captain der Schweizer Nationalmannschaft. Er sei damals wegen der Covid-19-Impfung stark verunsichert gewesen und habe grosses Misstrauen gegenüber dem Impfstoff empfunden. Heute beurteile er sein Vorgehen anders: «Es war ein Fehler. Das tut mir leid.»
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Der Fussballer erklärte weiter, er übernehme die Verantwortung für seine Entscheidung, stelle sich der Aufarbeitung und kooperiere «vollumfänglich mit den zuständigen Behörden». Laut Recherchen des Blicks untersucht die Luzerner Staatsanwaltschaft den Verdacht, Xhaka habe sich gefälschte Corona-Zertifikate beschafft. Welche konkreten strafrechtlichen Vorwürfe ihm gemacht werden und wie das Verfahren ausgeht, ist offen.
Noch am Sonntag hatte Xhaka nach der 3:5-Niederlage seines Klubs Sunderland gegen Manchester City Fragen zur Affäre zurückgewiesen. Der NZZ sagte er: «Kein Kommentar.» Die Ermittlungen würden ihn nicht beschäftigen: «Ich hatte schon schlimmere Sachen.»
Die Angelegenheit hat inzwischen auch sportliche Folgen. Xhaka wird bei den kommenden vier Nations-League-Partien im September und Oktober nicht für die Schweiz auflaufen. Wie der Schweizerische Fussballverband am Montag mitteilte, nimmt der Captain nicht am Zusammenzug der Nationalmannschaft teil.