Die frühere Schweizer «Bachelorette» Larissa Hodgson unterstützt die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz». Dies sagte die 31-Jährige der Onlinezeitung 20 Minuten. «Ganz klar: Ja. Wir sind meiner Meinung nach schon jetzt zu viele Menschen hier», erklärte die Schweiz-Kanadierin. Zuvor hatte Hodgson mit einem Instagram-Beitrag zur Initiative für Diskussionen gesorgt.
Filip Stropek [toru-maru.com productions]
In ihrem Beitrag forderte sie stärkere finanzielle Unterstützung für Alleinerziehende und Schweizer Bürger «anstatt Asylanten ein GA zu bezahlen». Zudem kritisierte sie hohe Belastungen für Steuerzahler und Familien. Die Aussage, Asylsuchende erhielten ein Gratis-GA, trifft jedoch nicht zu. Asylsuchende bekommen laut geltender Regelung lediglich Fahrbillette für notwendige Behördengänge bezahlt.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs konnten Geflüchtete mit Schutzstatus S den öffentlichen Verkehr während eines Monats kostenlos nutzen. Dies diente laut Alliance Swisspass dazu, Behördengänge und die Organisation durch die Kantone zu erleichtern. Inzwischen müssen auch Personen mit Schutzstatus S reguläre Billette für private Reisen lösen.
Hodgson erklärte, ihr gehe es «ums Prinzip». Es ändere nichts daran, dass Asylsuchende den Staat Geld kosteten. Auf Kritik an ihren Aussagen reagierte sie mit dem Hinweis, sie unterstütze grundsätzlich Hilfe für Schutzsuchende. «Jeder hat es verdient, in Sicherheit zu leben», sagte sie. Gleichzeitig halte sie das bestehende System für nicht funktionierend.
Unterstützung erhielt Hodgson nach eigenen Angaben auch von mehreren Influencerinnen, die ihren Beitrag kommentierten oder gelikt haben. Zahlreiche Entertainer positionierten sich öffentlich gegen die Initiative. Ein von der linken Wochenzeitung Woz lanciertes Manifest gegen das SVP-Begehren wurde unter anderem von Lo & Leduc, Martin Suter, David Constantin und Lia Wälti unterzeichnet.