Die Schweiz und China haben die Verhandlungen über die Optimierung ihres Freihandelsabkommens abgeschlossen. Künftig sollen 99,8 Prozent der heutigen Schweizer Exporte zollfrei auf den chinesischen Markt gelangen können. Bundespräsident Guy Parmelin und Chinas Handelsminister Wang Wentao gaben die Einigung am Donnerstag bekannt.
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Bisher konnte nur rund die Hälfte der Schweizer Exporte zollfrei nach China gelangen, während bereits fast alle chinesischen Importe in die Schweiz von Zöllen befreit sind. Mit Inkrafttreten des optimierten Abkommens soll der zollfreie Anteil bei Schweizer Exporten zunächst auf 77,5 Prozent steigen und mittelfristig 99,8 Prozent erreichen. Schweizer Unternehmen könnten dadurch rund 244 Millionen Franken an Zöllen einsparen. Besonders profitieren sollen die Uhren- und Maschinenindustrie sowie die Pharmabranche.
Auch für Lebensmittelproduzenten sind Erleichterungen vorgesehen. Bei Röstkaffee und Käse sollen die Zölle nach einer Übergangsfrist von zehn Jahren vollständig wegfallen. Das Abkommen enthält zudem neue Bestimmungen zu Umweltfragen, Arbeitsrechten, Dienstleistungen und digitalem Handel.
Die Unterzeichnung wird noch 2026 angestrebt. Danach folgen die innerstaatlichen Genehmigungsverfahren. China ist nach der EU und den USA der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz.