Die EU-Kommission will Kindern unter fünfzehn Jahren den Zugang zu sozialen Netzwerken ohne Zustimmung ihrer Eltern verbieten. Das berichtet Euronews unter Berufung auf einen vertraulichen Entwurf für den geplanten «EU Kids Act». Betroffen wären Plattformen wie Instagram, Tiktok und Youtube. EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen soll die Pläne im Europaparlament vorstellen, der Gesetzesentwurf soll am Donnerstag folgen.
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Die Regeln sehen verschiedene Altersstufen vor. Kinder unter drei Jahren sollen soziale Medien gar nicht nutzen dürfen. Bis zum Alter von dreizehn Jahren wären nur speziell für Kinder geeignete Angebote unter Aufsicht Erwachsener erlaubt. Jugendliche zwischen dreizehn und fünfzehn Jahren könnten soziale Netzwerke nur eingeschränkt und mit Zustimmung ihrer Eltern nutzen. Ab fünfzehn Jahren wäre keine Erlaubnis mehr nötig.
Brüssel will zugleich verändern, wie Plattformen für Minderjährige funktionieren. Funktionen, die Nutzer möglichst lange am Bildschirm halten sollen, könnten verboten werden. Dazu gehören endloses Scrollen, künstliche Benachrichtigungen und bestimmte Belohnungssysteme. Konten von Minderjährigen sollen automatisch privat sein, unbekannte Personen sie nicht direkt kontaktieren können. Die Anbieter müssten zudem das Alter ihrer Nutzer überprüfen.
Die Regeln sollen nicht nur für soziale Medien gelten. Auch Videospiele und KI-Chatbots, die Kindern beispielsweise persönliche oder psychologische Ratschläge geben, nimmt die Kommission ins Visier. «Eltern, nicht Algorithmen, sollten Europas Kinder erziehen», heisst es in dem Entwurf. Mehrere EU-Länder planen bereits eigene Beschränkungen. Brüssel will nun einheitliche Regeln für die gesamte EU schaffen.