Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Eine Tote, fünf Verletzte, Täter auf der Flucht: Polizei nennt drei mögliche Motive für Schüsse beim Aarauer Rave

Anhören ( 2 min )
KI-Stimme
Eine Tote, fünf Verletzte, Täter auf der Flucht: Polizei nennt drei mögliche Motive für Schüsse beim Aarauer Rave
Eine Tote, fünf Verletzte, Täter auf der Flucht: Polizei nennt drei mögliche Motive für Schüsse beim Aarauer Rave
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Nach den tödlichen Schüssen beim Aarauer Rave läuft die Fahndung am Montagmorgen weiter – und noch immer ist unklar, wie viele Täter auf die Besucher der Technoparty schossen und welches Motiv sie hatten. Polizeikommandant Michael Leupold sprach am Sonntagabend von einer «nationalen Fahndungslage». Die Ermittler befänden sich weiterhin in der «Phase der Gefahrenabwehr», solange der oder die Schützen nicht gefasst seien. Leupold wohnt selbst unweit des Tatorts. «Ich selber wurde durch die Schüsse wach», sagte er nach rund fünfzehn Stunden im Einsatz.

Michael Buholzer/Keystone
Schwer bewaffnete Polizei beim Schachen in Aarau nach der Schiesserei
Michael Buholzer/Keystone

Die Schüsse waren in der Nacht auf Sonntag gefallen. Um 2.33 Uhr erreichte die Polizei der erste Notruf, innerhalb weniger Minuten folgten weitere. Zu diesem Zeitpunkt ging der Rave an der Aarauer Pferderennbahn gerade zu Ende. Rund 2500 überwiegend junge Besucher waren zu der Veranstaltung mit neun DJs erwartet worden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde an mindestens zwei Stellen geschossen: auf einem Parkplatz und im Bereich einer Zufahrt zum Gelände. Ob die Täter aus einem Fahrzeug feuerten, ist weiterhin offen.

Getötet wurde eine 22-jährige Italienerin, die in der Schweiz lebte. Medien identifizierten sie als Maria S. aus den Abruzzen. Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni erinnerte öffentlich an die 22-Jährige. Fünf weitere Menschen wurden durch die Schüsse teils schwer verletzt.

Die Spurensicherung hat inzwischen Hinweise auf mindestens zwei unterschiedliche Waffentypen gefunden. Auf dem Parkplatz lagen Hülsen einer 9-Millimeter-Waffe, vermutlich einer Pistole. Ausserdem stellten die Ermittler «mehr als ein Dutzend» Hülsen des Kalibers 5,45 × 39 Millimeter sicher, wie es bei Sturmgewehren verwendet wird. Ob ein Täter mit mehreren Waffen schoss oder mehrere Personen feuerten, lässt sich daraus bislang nicht ableiten. Schweizer Medien berichten von zwei Tätern, manche Augenzeugen wollen dagegen bis zu vier Verdächtige gesehen haben. Wie die Gesuchten aussehen und wohin sie nach der Tat geflüchtet sind, ist nicht öffentlich bekannt.

Leupold nannte am Sonntag drei mögliche Szenarien: einen Terroranschlag, einen Amoklauf oder eine andere kriminelle Tat, etwa eine «Abrechnung im Milieu». Welche dieser Spuren die Ermittler für die wahrscheinlichste halten, sagten sie nicht. Wegen der Nähe Aaraus zu Deutschland und Frankreich wurden inzwischen auch Behörden beider Nachbarländer in die Ermittlungen einbezogen.

Wichtig für die Fahndung könnten nun Videos der Partygäste werden. Die Polizei fordert Augenzeugen auf, ihre Aufnahmen nicht ins Internet zu stellen, sondern direkt den Ermittlern zu übermitteln. Bis Sonntagabend waren dieser Aufforderung offenbar nur vergleichsweise wenige Menschen gefolgt. Das vorhandene Material sei «wohl bislang nicht ausreichend für eine Öffentlichkeitsfahndung», hiess es nach der Pressekonferenz. Mehr als hundert Feiernde waren noch in der Tatnacht in einer Sporthalle untergebracht und befragt worden. Viele mussten anschliessend psychologisch betreut werden.

In Aarau blieb die Polizeipräsenz am Sonntag massiv. Das Gelände an der Pferderennbahn wurde weiträumig abgesperrt, schwer bewaffnete Polizisten waren unter anderem am Bahnhof und rund um den Tatort zu sehen, zeitweise fuhr ein gepanzertes Fahrzeug durch die Stadt. Die Kantonspolizei erklärte zugleich, die «abstrakte Gefahr» für die Bevölkerung sei am Sonntag nicht höher gewesen als im übrigen Land.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.