Eine an Hautkrebs erkrankte Frau hatte bei einem Bürgerdialog Einschnitte im Gesundheitssystem kritisiert und gefragt, warum zugleich über höhere Bezüge in der Politik diskutiert worden sei. Bundeskanzler Friedrich Merz wies ihre Vorwürfe mit scharfen Worten zurück, ohne mit einer Silbe auf ihr Schicksal einzugehen.
KLAUS-DIETMAR GABBERT / KEYSTONE
GEFÜHLSKALT❗️
— Georg Pazderski (@Georg_Pazderski) May 1, 2026
MERZ wird von einer schwer krebskranken Frau gefragt, WARUM bei der Gesundheitsversorgung gespart wird, aber nicht bei den Gehältern der Bundesregierung.
Er zeigt NULL Empathie und sagt auch noch die UNWAHRHEIT.
Man muss sich für diesen Mann schämen. pic.twitter.com/RXFcZ5V6kO
Merz sagte: «Zu keinem Zeitpunkt ist von irgendjemandem erwogen worden, die Bezüge der Mitglieder der Bundesregierung anzuheben. Zu keinem Zeitpunkt. Auch von mir nicht. Alles andere ist eine falsche Behauptung.» Er forderte die Fragestellerin auf, entsprechende Aussagen nicht ungeprüft zu wiederholen.
Hintergrund der Kritik ist ein Gesetzentwurf, der eine Erhöhung der Gehälter von Staatssekretären um rund 40.000 Euro vorsah. Da die Bezüge des Kanzlers daran gekoppelt sind, wäre auch sein Gehalt gestiegen. Der Plan wurde nach Medienberichten gestoppt.
Merz verteidigte zudem die Einsparungen im Gesundheitswesen. Ohne Reformen wären die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung deutlich gestiegen. «Es ist eine Reform, zu der jeder einen Beitrag leisten muss. Jeder», sagte er.