Die Thüringer BSW-Chefin Katja Wolf stellt sich offen gegen Parteigründerin Sahra Wagenknecht und deren Umgang mit der AfD. «Mit der Annäherung an die AfD hat Sahra Wagenknecht eine Grenze überschritten», sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin Thüringens. Dies sagte Wolf in einem Interview mit der Zeit.
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Wolf erklärte weiter: «Ich warne davor, dass meine Partei einer AfD leichtfertig zur Macht verhilft. Für das BSW kann es keine Verbrüderung mit der AfD geben.» Die Partei sei «hochgefährlich», betreibe «keine Politik für die kleinen Leute», sondern agiere «rassistisch und frauenfeindlich».
Hintergrund sind Überlegungen im BSW zum Umgang mit der Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt. Die Partei könnte den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund bei einem möglichen dritten Wahlgang durch Enthaltungen nicht daran hindern, Ministerpräsident zu werden.
Auch Wagenknechts Forderung nach einer Expertenregierung in Thüringen weist Wolf zurück. Das sei «undemokratisch» und könne «nicht der richtige Weg für Thüringen sein».
Kritik an Wolf kommt aus dem niedersächsischen BSW. Co-Landeschef Holger Onken warf ihr vor, mit ihrem Kurs letztlich der AfD zu helfen. Wolf will unterdessen an der Thüringer Koalition mit CDU und SPD festhalten.