Manchmal erledigt sich Transparenz ganz leise. Ohne Gesetz. Ohne Verbot. Einfach, indem man sie für «noch nicht reif» erklärt. Genau das hat jetzt das Statistische Bundesamt getan. Vorläufige Insolvenzzahlen für Deutschland? Gibt es von diesem Jahr an nicht mehr. Begründung: fehlende «methodische Reife». Ein wunderbarer Ausdruck. Klingt nach Biounterricht. Nach Pubertät. Nach Zahlen, die erst noch zu sich selbst finden müssen. Offenbar braucht die Insolvenzstatistik jetzt Therapie, Coaching und einen geschützten Raum, bevor sie wieder an die Öffentlichkeit darf. Doch die Wirklichkeit hält sich nicht an pädagogische Konzepte. Die Firmenpleiten steigen in Deutschland – und zwa ...