Nach dem Auftritt von Issa Remmo bei der Wahlparty der Berliner Linken sorgt ein veröffentlichter Chat zwischen dessen Sohn Firas Remmo und dem Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Kocak für neuen Wirbel. Kocak bestätigte inzwischen die Echtheit des Nachrichtenverlaufs und entschuldigte sich für den Kontakt, berichtet das Portal Apollo News.
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Firas Remmo hatte den auf Februar datierten Austausch auf Instagram veröffentlicht. Darin schreibt Kocak: «Grüsse mit Respekt zurück an deinen Vater.» Beide sprechen sich mit «Bruder» an. Kocak erkundigt sich zudem nach einem persönlichen Treffen und bittet Remmo, einen Ausschnitt aus einer seiner Bundestagsreden zu verbreiten.
Firas Remmo verband die Veröffentlichung mit demonstrativen Solidaritätsbekundungen. «Wir sind ein Team», schrieb er, und weiter: «Wir stehen zusammen, wir halten zusammen und wir kämpfen gemeinsam für unsere Ziele.» Zudem verbreitete er Reden Kocaks, in denen dieser den Begriff Clankriminalität kritisiert. Kocak bezeichnete diesen im Bundestag als «politischen Kampfbegriff mit einer rassistischen Geschichte».
Der Abgeordnete erklärte am Montagabend, er habe zunächst nicht gewusst, mit wem er kommuniziere. Erst kurz danach habe er erfahren, dass es sich um Firas Remmo handle. Dass er ihm anschliessend nochmals geschrieben habe, sei ein Fehler gewesen. «Kontakte von Mandatsträgern zu Personen, die der organisierten Kriminalität zugerechnet werden, sind durch nichts zu rechtfertigen», erklärte Kocak. Er kündigte an, sein Kommunikationsverhalten aufzuarbeiten.
Auslöser der Affäre war der Besuch von Issa Remmo bei der öffentlichen Wahlparty der Linken in Neukölln. Der Bezirksverband erklärte, Remmo sei nicht eingeladen gewesen und es gebe weder persönliche noch politische Beziehungen zu ihm. Spitzenkandidatin Elif Eralp sagte, Remmo sei von der Feier weggeschickt worden.