Das International Maritime Bureau ist die Interpol der Seefahrt. Die Behörde bekämpft Kriminalität auf hoher See. Jetzt hat sie Alarm geschlagen: Im letzten Jahr hat die Piraterie einen neuen Höchststand erreicht.
Dieses Jahr könnte es schlimmer kommen. Denn jetzt wollen die ältesten Profis des Metiers mitmischen: die britische Royal Navy.
Wie die Times unter Berufung auf Regierungsquellen berichtet, wird jetzt schon das Kapern fremder Schiffe geübt. Im Visier: die Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte.
Mit dem Kapern soll es nicht getan sein. Die Briten wollen das Öl abpumpen, verhökern und den Erlös Kiew zukommen lassen.
«Dies wird doppelten Einfluss auf Russlands Militärmaschinerie haben – wir werden ihr nicht nur illegale Militäreinnahmen entziehen, sondern auch einen Weg finden, den Widerstand der Ukraine zu finanzieren», brüstet sich ein Insider.
Ob die Besatzungen gezwungen werden sollen, über die Planke zu gehen, liess er offen. Ansonsten trifft die Beschreibung ziemlich genau die Taten eines Blackbeard oder Störtebeker.
Oder eines Francis Drake, der für die britische Krone die Meere unsicher machte. Als Freibeuter. Klingt besser als Pirat. Wie schön, dass das Königreich einige Traditionen am Leben erhält.