In Deutschland beziehen derzeit 483.197 ukrainische Kriegsflüchtlinge Bürgergeld. Zugleich liegt die offizielle Beschäftigungsquote ukrainischer Staatsangehöriger mit sozialversicherungspflichtiger Arbeit nach Berechnung der Bundesagentur für Arbeit bei knapp 35 Prozent. Dies berichtet Bild unter Berufung auf Antworten der Bundesregierung und Daten der Bundesagentur.
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Der AfD-Sozialpolitiker René Springer kommt dagegen auf eine Quote von 27,1 Prozent. Er rechnet 51.978 Ukrainer heraus, die bereits vor dem russischen Angriff auf die Ukraine in Deutschland beschäftigt waren. Die Bundesagentur widerspricht deshalb der Darstellung dieses Werts als Beschäftigungsquote. Im Februar 2026 hatten insgesamt 325.498 erwerbsfähige Ukrainer einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz, weitere 51.856 ausschliesslich einen Minijob.
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland zurück. Laut OECD arbeiteten 2024 in Deutschland 31 Prozent der ukrainischen Flüchtlinge. In Polen waren es 78 Prozent, in Litauen 72 Prozent und in Grossbritannien 69 Prozent. Tschechien, Dänemark und die Niederlande lagen ebenfalls über 60 Prozent.
Grund dafür sind neben möglichen finanziellen Fehlanreizen auch Sprach- und Integrationskurse, fehlende Kinderbetreuung, die Arbeitsmarktlage und Probleme bei der Anerkennung ukrainischer Abschlüsse. 2024 zahlte Deutschland rund 6,3 Milliarden Euro Grundsicherung für ukrainische Staatsangehörige.