In Deutschland ist die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung in diesem Jahr stark gestiegen. Bis zum 31. Juli gingen 8302 entsprechende Anträge beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben ein. Damit wurden in sieben Monaten bereits mehr als doppelt so viele Anträge gestellt wie im gesamten Jahr 2025. Dies berichtet die Bild.
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Im vergangenen Jahr registrierte die Behörde insgesamt 3879 Anträge. Der Anstieg zeichnet sich bereits seit mehreren Jahren ab. 2022 wurden 951 Anträge gestellt, 2023 waren es 1079 und 2024 bereits 2249.
Seit dem 1. Januar gilt in Deutschland der neue Wehrdienst. Männer werden kurz nach ihrem 18. Geburtstag angeschrieben und müssen einen Fragebogen ausfüllen. Damit will die Bundeswehr feststellen, wer für einen Dienst geeignet und daran interessiert ist. Für Frauen ist die Beantwortung freiwillig.
Die allgemeine Wehrpflicht ist in Deutschland seit 2011 ausgesetzt. Mit dem neuen Wehrdienst soll die Zahl der Soldaten zunächst auf freiwilliger Basis erhöht werden.