Deutschland im Visier Russlands? Statt auf Putin zuzugehen, unternimmt die Bundesregierung offenbar alles dafür, selbst zur Zielscheibe zu werden
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Deutschland im Visier Russlands? Statt auf Putin zuzugehen, unternimmt die Bundesregierung offenbar alles dafür, selbst zur Zielscheibe zu werden

Eine aktuelle Schlagzeile lautet: «Russische Drohnen spähen laut Berichten Waffentransporte in der Ostsee aus». Die Frage, die sich aufdrängt, lautet: Rückt Deutschland ins Visier Russlands?

Oder korrekter: Rückt sich Deutschland selbst immer näher ins Visier Russlands?

Die Spannungen zwischen Russland und Deutschland nehmen zu. Die Bundesrepublik macht keine Anstalten, auf Russland zuzugehen und vor allem auch zunächst in der Sprache abzurüsten. Sowohl verbal als auch im Hinblick auf das Politische und Militärische positioniert die deutsche Regierung ihr Land immer stärker als Gegner Russlands.

BRITTA PEDERSEN / KEYSTONE
Deutschland im Visier Russlands? Statt auf Putin zuzugehen, unternimmt die Bundesregierung offenbar alles dafür, selbst zur Zielscheibe zu werden
BRITTA PEDERSEN / KEYSTONE

Das ist politisch ein Irrweg und militärisch verwegen. Von den Gefahren für die Bundesrepublik ganz zu schweigen. Immer wieder reden Politiker davon, dass Russland einen «hybriden Krieg» gegen Deutschland führe, also Cyberangriffe und verdeckte Operationen durchführe und Propaganda betreibe. Immer wieder ist von «Zwischenfällen» mit russischen Jets in der Ostsee zu hören, und jetzt sollen – angeblich – russische Drohnen «Nachschubwege für Militärgüter in Ostdeutschland» ausgekundschaftet haben.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius spricht in dem Zusammenhang von einem «Katz-und-Maus-Spiel».

Als «Spiel» sollte aber der Konflikt zwischen Deutschland und Russland besser nicht bezeichnet werden. Denn es geht am langen Ende um Krieg. Vor einigen Monaten war im Tagesspiegel zu lesen: «Geheimtreffen in Wiesbaden: Ukrainischer Ex-Armeechef bestätigt gemeinsame Kriegsplanungen mit den USA» und: «In Wiesbaden kamen hochrangige ukrainische Generäle mit US-Militärs zusammen, um Offensiven gegen Russland zu planen. Der ehemalige Armeechef der Ukraine beschreibt den Stab als ‹Geheimwaffe›.»

Politisch Verantwortliche haben in den vergangenen Jahren Deutschland tief in den Ukraine-Krieg verstrickt – daran kann kein Zweifel bestehen. Dass Russland genauer auf Deutschland blickt, liegt nahe.

Bei einem Besuch der Marine in der Ostsee sagte Friedrich Merz aktuell: «Die Bedrohung durch Russland ist real. Wir sehen es auch hier in der Ostsee […]. Wir sehen tägliche Bedrohungslagen durch die russische Armee. Sie testen unsere Verteidigungsbereitschaft und unsere Verteidigungsfähigkeit.»

Die Ausführungen erwecken den Eindruck, als wäre Russland das Agierende und Deutschland lediglich das reagierende Land. In Anbetracht der deutschen Beteiligung am Ukraine-Krieg ist eine derartige Betrachtung falsch.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.