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«Deshalb trennen wir die Geschlechter im Sport …», «schockierend», ein «Albtraum» für Alisha Lehmann: Das 1:7 der Schweizer Fussballerinnen gegen 14-jährige Luzerner bewegt die Welt – sogar in Indien spricht man über die Pleite

Im Schweizer Fernsehen wurde am Donnerstagabend gejubelt – und dies ohrenbetäubend laut und auf Vorrat.

Die Schweizer Fussballnationalmannschaft der Frauen gewann im letzten Testspiel vor der EM im eigenen Land gegen Tschechien 4:1. Der Superlativ war für diese Leistung kaum gross genug – zumindest in den Staatsmedien nicht. Dass die Gegnerinnen mit angezogener Handbremse spielten und im Fifa-Ranking auf Platz 31 klassiert sind – acht Ränge hinter der Schweiz –, ändert daran nichts.

«Deshalb trennen wir die Geschlechter im Sport …», «schockierend», ein «Albtraum» für Alisha Lehmann: Das 1:7 der Schweizer Fussballerinnen gegen 14-jährige Luzerner bewegt die Welt – sogar in Indien spricht man über die Pleite

SRF wähnt die helvetischen Rasen-Starletts auf Kurs in Richtung Fussball-Paradies. Über die schwarze Serie von acht Spielen ohne Sieg wird der Deckmantel der Verschwiegenheit gelegt. Gegessen und vergessen!

Eine gänzlich andere Tonalität ist in den internationalen Medien zu vernehmen. Dort dominiert die Kunde vom 1:7-Debakel der Schweizerinnen gegen 14-jährige Junioren des FC Luzern.

Die englische Onlineplattform GBN.com rückt das helvetische Kicker-Model Alisha Lehmann ins Zentrum: «Die sexieste Fussballerin der Welt erleidet einen Albtraum: Schweizer Frauen verlieren vor der Euro 2025 mit 1:7 gegen 14-jährige Boys.»

Derweil genügen dem englischen Autor und Fussballexperten Piers Morgan sieben Worte, um die Lage zu analysieren: «Deshalb trennen wir die Geschlechter im Sport …»

Sogar in Indien – in dieser stolzen Cricket-Nation – hat sich die Schweizer Fussballpleite herumgesprochen. Die Times of India schreibt: «Schockierend! Schweizer Frauenteam wird von Teenagern gedemütigt ...»

Auch in Deutschland können die eidgenössischen Feierabendkickerinnen nicht auf Schonung hoffen. Die Bild fasst das Debakel in pointierte Worte: «Schweizer Frauen verlieren 1:7 gegen U-15-Bubis». Ähnlich sieht es die Welt: «EM-Gastgeberinnen kassieren 1:7-Klatsche gegen U-15-Bubis.» GMX.de schreibt von einer «kuriosen Pleite».

Auch in Österreich wird die Niederlage zur Kenntnis genommen: «Schweizer Frauen-Nationalteam blamiert sich», schreibt Heute.at.

Die italienische Gazzetta dello Sport kommentiert vergleichsweise diplomatisch: «Alisha Lehmann, was für ein Fehler. Die Schweiz verliert 1:7 gegen ein U-15-Männerteam.»

Radio Monte Carlo schliesslich legt den Fokus weniger auf die Niederlage als auf die Kommunikation des Schweizer Verbands: «Der SFV versuchte, die 1:7-Niederlage seines Frauenteams gegen U-15 zu vertuschen.»

Der langen Rede kurzer Sinn: Dieses Testspiel ging gründlich in die Hosen. Es bleiben nur Verlierer – und schwindende Resthoffnungen. Damit es bis zum 2. Juli trotzdem besser wird, braucht es fast schon ein Wunder.

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