Ukrainische Soldaten setzen sich während ihrer militärischen Ausbildung in Deutschland ab und kehren nicht zu ihren Einheiten zurück. Allein dem Innenministerium von Sachsen-Anhalt sind rund achtzig solcher Fälle bekannt. Deutschlandweit soll es Hunderte Fälle geben. Dies berichtet die Zeit.
Eine offizielle Gesamtstatistik der Bundesregierung liegt demnach bislang nicht vor. Auch aus anderen Bundesländern gibt es keine öffentlich bestätigten Zahlen. Seit Beginn des Krieges haben nach Angaben der Bundeswehr rund 29.000 ukrainische Soldaten eine militärische Ausbildung in Deutschland absolviert. Dabei werden sie unter anderem im Umgang mit Waffen, in Tarnung und in erster Hilfe geschult. Anschliessend sollen sie normalerweise in die Ukraine zurückkehren.
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Das unerlaubte Entfernen von der Truppe kann als Desertion gewertet werden und mehrjährige Haftstrafen nach sich ziehen. Für die Betroffenen stellt sich zudem die Frage nach ihrem Aufenthaltsstatus in Deutschland. Der vereinfachte Schutz für ukrainische Kriegsflüchtlinge gilt nicht automatisch für Soldaten, die eigens zur Ausbildung eingereist sind.
Die EU-Staaten haben sich darauf verständigt, wehrfähige ukrainische Männer unter bestimmten Voraussetzungen vom automatischen Schutz auszuschliessen.