Berlin holt sich wieder einen Schweizer Trainer. Nach Urs Fischer, dem Zürcher, der in Köpenick aus einem grauen Aufsteiger ein europäisches Phänomen formte, übernimmt nun Mauro Lustrinelli, der Tessiner. Wer das für einen Zufall hält, verkennt die stille Logik des Spiels.
Lustrinellis Weg führt vom Tessin, einem Sehnsuchtsort auch vieler Deutscher, in die Deutschschweiz – als Stürmer in Thun, Luzern, Basel und im Trikot der Nationalmannschaft. Unvergessen seine Vorarbeit zum 2:0 gegen Togo an der Weltmeisterschaft 2006, vor 50 000 Schweizern im Dortmunder Westfalenstadion, ein Treffer, der einem ganzen Land den Sommer rettete. Später, als Trainer, führte er den FC Thun ...