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Debatte über Loyalität im Kriegsfall: «Widersetzen»-Sprecher Mailitafi würde nicht für Deutschland kämpfen – für sein Geburtsland Ghana schon

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Debatte über Loyalität im Kriegsfall: «Widersetzen»-Sprecher Mailitafi würde nicht für Deutschland kämpfen – für sein Geburtsland Ghana schon
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Der Sprecher des Bündnisses «Widersetzen» und Grünen-Kommunalpolitiker Suraj Mailitafi würde nach eigenen Angaben nicht für Deutschland kämpfen – für sein Geburtsland Ghana dagegen schon. «Ich würde grundsätzlich nicht für Deutschland oder für irgendein europäisches Land kämpfen», sagte Mailitafi in einem Podcast mit dem Polit-Influencer Marcant. Auf die Frage, ob er für Ghana kämpfen würde, antwortete er: «Und ich denke, ja, ich würde für Ghana kämpfen.» Das berichtet Apollo News.

Sina Schuldt/DPA/Keystone
Suraj Mailitafi an einer Demonstration in Oldenburg
Sina Schuldt/DPA/Keystone

Ausgangspunkt des Gesprächs war die Frage nach der Loyalität von Menschen mit Migrationsgeschichte und doppelter Staatsbürgerschaft. Marcant verwies auf das Argument, solche Menschen würden sich im Kriegsfall eher für ihr Herkunftsland als für Deutschland entscheiden. Mailitafi stellte zunächst grundsätzlich in Frage, wofür Menschen in einem Krieg kämpfen. «Also die Frage ist, wofür kämpfen wir? Für wessen Macht kämpfen wir? Und inwieweit, was bringt mir diese Macht?» In einem «kapitalistischen System» kämpfe er nicht für sich selbst.

Anschliessend zog Mailitafi den Vergleich mit Ghana. Der 2001 dort geborene Politiker kam im Alter von neun Jahren nach Deutschland. Seit 2021 ist er in Bersenbrück kommunalpolitisch aktiv und wird auf der Internetseite der dortigen Grünen als Mitglied des Stadtrats geführt.

Überregional bekannt ist Mailitafi vor allem als Sprecher von «Widersetzen». Das linke Bündnis organisiert Proteste und Blockaden gegen Veranstaltungen der AfD. Zuletzt geriet er nach Protesten gegen einen AfD-Parteitag in Erfurt in die Kritik. Reporter von Apollo News waren dort nach Darstellung des Mediums von Demonstranten verfolgt und körperlich angegriffen worden.

In einem anschliessenden Interview mit dem Stern wollte Mailitafi die Gewalt gegen die Reporter nicht ausdrücklich verurteilen. Auf die Frage nach Schlägen und Tritten gegen Journalisten verwies er darauf, dass «Widersetzen» zur Deeskalation aufgerufen habe. Über Mitarbeiter von Apollo News und Nius sagte er: «Das sind keine Journalisten, sondern rechte Provokateure.»

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