Bei einem Cyberangriff auf die SRG sind Daten von rund 340 aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) gestohlen worden. Betroffen sind vor allem Beschäftigte der heutigen Angebotseinheit «Information», berichtet das Portal 20 Minuten. Die SRG teilte mit: «Hinweise darauf, dass die Daten veröffentlicht oder missbräuchlich verwendet worden seien, lägen derzeit keine vor.»
Gaetan Bally/Keystone
Nach bisherigen Untersuchungen verschafften sich Unberechtigte Zugriff auf Kontakt- und Organisationsdaten aus dem Jahr 2020. Darunter befinden sich Namen, Funktionen sowie dienstliche und teilweise auch private Kontaktangaben. Die betroffenen Personen seien inzwischen direkt informiert worden.
Besonders sensible Informationen scheinen nach Angaben der SRG nicht abgeflossen zu sein. Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass persönliche Passwörter, Finanz- oder Bankdaten, journalistische Quellen, Recherchedaten oder Kommunikationsinhalte von dem Angriff betroffen seien. Auch Mitarbeiter anderer Unternehmens- und Regionaleinheiten seien nach bisherigem Kenntnisstand nicht tangiert.
Nach Entdeckung des Angriffs habe die SRG die betroffenen Zugänge deaktiviert und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Seither seien keine weiteren unberechtigten Zugriffe festgestellt worden. Der Vorfall sei unter Kontrolle.
Die SRG hat die zuständigen Behörden eingeschaltet und Anzeige erstattet. Interne und externe Fachleute untersuchen nun, wie die Angreifer in die Systeme gelangen konnten und welche Daten genau abgeflossen sind. Parallel dazu überprüft das Unternehmen seine bestehenden Schutzmassnahmen und will diese bei Bedarf verschärfen.