Die Polizei in der spanischen Exklave Ceuta ermittelt nach einem starken Anstieg sexueller Übergriffe in mindestens fünfzehn Fällen mutmasslicher Vergewaltigung. Lokale Behörden gehen von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus. Dies berichtet Focus online.
In Ceuta halten sich schätzungsweise 3000 bis 5000 minderjährige Migranten auf. Viele leben wegen überfüllter Auffanglager seit mehr als zwei Wochen auf der Strasse. Ende Juli waren rund 80.000 Migranten illegal über die spanische Grenze gekommen. Rund 9000 Menschen sind nach Angaben der Lokalregierung geblieben.
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Notärztin Susana Ascaso berichtet, in den vergangenen Tagen mehrere Vergewaltigungsopfer behandelt zu haben. «Besonders Mädchen unter achtzehn sind momentan gefährdet. Hinzu kommt, dass es hier momentan ein zahlenmässig grosses Ungleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Migranten gibt, das hilft natürlich nicht.»
Regionalpräsident Juan Jesús Vivas bezeichnet die Lage als «Hochrisikosituation». Bei der Betreuung Minderjähriger liege Ceuta «momentan 5000 Prozent über unseren Kapazitäten». Spaniens Zentralregierung will die Minderjährigen auf andere Landesteile verteilen.