Carsten Linnemann, bisher als designierter Wirtschaftsminister gehandelt, wird kein Amt im neuen Bundeskabinett übernehmen. Stattdessen will er weiterhin als Generalsekretär der CDU wirken. Das bestätigte ein Sprecher der Partei dem Spiegel.
Linnemann begründete seinen Verzicht mit dem laufenden Erneuerungsprozess innerhalb der CDU: «In meinem ganzen politischen Leben ging es mir immer um die Sache. So ist es auch diesmal», sagte er. «Wir haben in den letzten drei Jahren hart daran gearbeitet, unsere CDU wieder aufzubauen. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Ich will ihn fortsetzen. Es braucht eine starke CDU, um den Politikwechsel in Deutschland umzusetzen.»
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Der CDU-Generalsekretär, der den Wahlkampf für Parteichef Friedrich Merz organisiert hatte, galt als enger Vertrauter des designierten Kanzlers. Aus dem Umfeld von Merz verlautete, dieser habe Linnemann angeboten, entweder ein Ministeramt zu übernehmen oder als Generalsekretär die Partei auch in Regierungszeiten weiterzuführen. Linnemann entschied sich nach eingehender Überlegung für Letzteres.
Auch innerhalb der Partei stösst dieser Schritt auf Zustimmung. Gordon Schnieder, CDU-Landeschef in Rheinland-Pfalz, lobte Linnemanns Arbeit als «unglaublich guten Job» und zollte ihm «höchsten Respekt» für seine Entscheidung.