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Bund will Ausschaffungen nach Marokko beschleunigen – und plant Rückführungsflüge

Der Bund will die Ausschaffungen nach Marokko beschleunigen und plant in den kommenden Wochen eine Reihe von Rückführungsflügen. Dies berichtet der Blick. Derzeit müssen 353 Marokkaner die Schweiz verlassen.

Die Zusammenarbeit mit Rabat habe sich deutlich verbessert. «Im ersten Halbjahr 2026 wurden fast so viele zwangsweise Rückführungen vollzogen wie im gesamten Jahr 2025», teilte das Staatssekretariat für Migration (SEM) mit. Die gestiegenen Identifikationszahlen würden sich bereits im Vollzug niederschlagen. Allein im April klärten die marokkanischen Behörden 185 Identitäten. Im Februar und März war es zusammen lediglich eine gewesen.

© KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Bundesrat Beat Jans im Medienzentrum Bundeshaus in Bern
© KEYSTONE / ANTHONY ANEX

Der Berner Regierungsrat Philippe Müller fordert, den Druck auf Rabat aufrechtzuerhalten. Im März hatte er Bundesrat Beat Jans in einem Schreiben «Verfahrensverschleppung» durch die marokkanischen Behörden vorgeworfen. Identifizierungen hätten bei Ausschaffungen teilweise mehr als ein Jahr gedauert.

Bereits im Mai vereinbarten Bern und Rabat eine engere Zusammenarbeit. Die Identifizierung abgewiesener marokkanischer Asylsuchender, die bisher im Schnitt mehr als 150 Tage dauerte, soll künftig höchstens 30 Tage beanspruchen. Auch Ersatzreisedokumente sollen schneller ausgestellt werden.

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