Der Anteil der ausländischen Bevölkerung in Brandenburg hat sich innerhalb von zehn Jahren verdreifacht. Das geht aus einem Zuwanderungs- und Integrationsbericht des Landes hervor. Demnach lebten Ende 2024 rund 211.500 Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Brandenburg. Ende 2014 waren es noch knapp 68.000. Der Ausländeranteil stieg damit auf 7,2 Prozent, liegt aber weiterhin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 14,8 Prozent.
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Der Bericht des Landes, der sich auf Daten des Ausländerzentralregisters sowie der Bundesagentur für Arbeit stützt, zeigt zugleich die wachsende Bedeutung ausländischer Arbeitskräfte für den Arbeitsmarkt. Im Juni 2024 stellten Menschen ohne deutschen Pass rund 12 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Bundesland und damit einen höheren Anteil als an der Gesamtbevölkerung. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wird der Beschäftigungszuwachs in Brandenburg inzwischen massgeblich von ausländischen Arbeitskräften getragen.
Besonders hoch ist der Anteil internationaler Studierender. Mit 26,2 Prozent erreicht Brandenburg nach Angaben des Berichts den höchsten Wert aller Bundesländer. Fast jeder zweite ausländische Student ist in einem ingenieurwissenschaftlichen Studiengang eingeschrieben.
Gleichzeitig bestehen weiterhin Unterschiede bei Einkommen und Beschäftigung. Ausländische Vollzeitbeschäftigte verdienen im Durchschnitt rund 550 Euro weniger als Beschäftigte insgesamt und arbeiten überdurchschnittlich häufig in konjunkturanfälligen Branchen. Die Arbeitslosenquote unter Menschen aus Asylherkunftsländern sank laut Bericht jedoch von 75,6 Prozent im April 2016 auf 33,1 Prozent 2021.