Bei den Grünen wird nach dem Rückzug von Robert Habeck aus der Spitzenpolitik über eine Rückkehr des früheren Wirtschaftsministers und eine mögliche Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl 2029 diskutiert. Mehrere hochrangige Parteivertreter bestätigten der Bild-Zeitung, dass entsprechende Überlegungen innerhalb der Partei existieren. Ein namentlich nicht genannter Spitzengrüner sagte: «Wir haben keinen grösseren Publikumsmagneten als Robert.»
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Hintergrund sind die Umfragewerte von Grünen und SPD. Beide Parteien liegen derzeit teilweise gleichauf, weshalb bei den Grünen die Frage aufkommt, ob sie bei einer erneuten Kanzlerkandidatur der Sozialdemokraten ebenfalls einen eigenen Bewerber aufstellen sollten. Habeck gilt dabei offenbar als mögliche Option. In einer Insa-Umfrage unter Grünen-Wählern erklärten 61 Prozent, die Partei wäre mit Habeck als Parteichef erfolgreicher. 18 Prozent widersprachen, 21 Prozent machten keine Angabe.
Habeck hatte sich nach der Bundestagswahl 2025, bei der die Grünen mit ihm als Kanzlerkandidaten 11,6 Prozent erreichten, schrittweise aus der Spitzenpolitik zurückgezogen. Seither übernahm er akademische und wirtschaftliche Aufgaben, darunter eine Praxisprofessur an der Copenhagen Business School und eine Beratertätigkeit beim dänischen Investmentunternehmen Urban Partners. Gleichzeitig tritt er wieder bei Wahlkampfveranstaltungen der Grünen auf.
Konkrete Comeback-Pläne sind bislang nicht bekannt. Parteiintern wird laut Bericht mit einer längerfristigen Vorbereitung gerechnet: Eine Rückkehr müsste demnach 2027 vorbereitet werden, eine mögliche Kandidatur könnte 2028 für die Bundestagswahl 2029 angekündigt werden. Unterstützung kommt bereits aus Hamburg. Die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank erklärte: «Ein Robert Habeck tut unserer Partei immer gut. Ich würde mich freuen, wenn er zurückkommen würde.»