Besuch in Kiew: Deutscher Aussenminister Wadephul sagt der Ukraine einen militärischen Sieg gegen Russland voraus
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Besuch in Kiew: Deutscher Aussenminister Wadephul sagt der Ukraine einen militärischen Sieg gegen Russland voraus

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Besuch in Kiew: Deutscher Aussenminister Wadephul sagt der Ukraine einen militärischen Sieg gegen Russland voraus
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Bundesaussenminister Johann Wadephul hat der Ukraine bei einem unangekündigten Besuch in Kiew weitere deutsche Unterstützung zugesichert und einen militärischen Erfolg gegen Russland vorausgesagt. «Wir stehen an der Seite der Ukraine. Wir unterstützen sie. Sie wird diese militärische Auseinandersetzung gewinnen», sagte der CDU-Politiker nach seiner Ankunft mit einem Sonderzug in der ukrainischen Hauptstadt. Wadephul reiste kurz vor dem 35. Unabhängigkeitstag des Landes nach Kiew.

Sergey Dolzhenko/EPA/Keystone
Bundesaussenminister Johann Wadephul spricht mit Journalisten in Kiew
Sergey Dolzhenko/EPA/Keystone

Der Aussenminister begründete die weitere Hilfe mit den zuletzt verstärkten russischen Angriffen. Juli und August seien für die ukrainische Zivilbevölkerung die tödlichsten Monate seit mehr als vier Jahren gewesen. «Nie vorher feuerte Russland mehr Raketen auf sein Nachbarland ab», sagte Wadephul. Moskau warf er «wahllosen Mord an Zivilisten» und die gezielte Zerstörung der Energieversorgung vor. Mit Blick auf den kommenden Winter kündigte er zusätzliche Unterstützung an.

Wie angespannt die Lage ist, zeigte zuletzt ein russischer Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in Krywyj Rih. Mindestens 16 Menschen kamen dabei ums Leben, neun weitere wurden am Samstagmorgen noch vermisst, darunter zwei Kinder. Zugleich fehlt der Ukraine nach Angaben aus Kiew vor allem Munition zur Abwehr ballistischer Raketen. Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte die Verbündeten deshalb erneut zur Lieferung von Patriot-Raketen auf. «Es sind Raketen für Patriots nötig, das können nur unsere Partner bereitstellen», sagte er.

Wadephul zeigte sich zugleich überzeugt, dass der Krieg Russland zunehmend wirtschaftlich und innenpolitisch belastet. Immer mehr Russen würden erkennen, dass die Ukraine mit internationaler Unterstützung «den längeren Atem» habe und eine Fortsetzung des Krieges Russland «weiter in den wirtschaftlichen Ruin» führe. Die «immer wirrere Propaganda und immer totalitärere Unterdrückung im Inneren» wertete er als Zeichen der Schwäche des russischen Regimes.

Deutschland gehört zu den wichtigsten militärischen und finanziellen Unterstützern der Ukraine. Wadephul besucht das Land bereits zum vierten Mal seit seinem Amtsantritt vor 16 Monaten. Die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges sind zuletzt ins Stocken geraten; entlang der mehr als 1200 Kilometer langen Front gibt es nur geringe Verschiebungen. Gleichzeitig intensivieren beide Seiten ihre Angriffe auf Ziele weit hinter der Front.

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