Die Berliner Polizei startet ein Pilotprojekt mit KI-gestützter Videoüberwachung an kriminalitätsbelasteten Orten. Das System wird zunächst am Kottbusser Tor und später an der Warschauer Strasse eingesetzt. Dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Bei erfolgreichem Verlauf soll der Einsatz auf weitere Kriminalitätsschwerpunkte ausgeweitet werden.
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Gemäss Innenverwaltung dient das System der Verhaltens- und Situationserkennung. Die KI soll anhand von Kamerabildern auffällige Bewegungsmuster erkennen und Einsatzkräfte auf mögliche Vorfälle aufmerksam machen. Innensenatorin Iris Spranger betonte, dass dabei keine biometrische Identifizierung erfolge. «Das Gesicht wird nicht erkennbar sein. Es geht um die Bewegungsabläufe», sagte die SPD-Politikerin. Auf den Bildschirmen der Einsatzkräfte würden lediglich Strichmännchen und deren Bewegungen dargestellt. Ob tatsächlich eingegriffen werde, entscheide weiterhin ein Mensch.
Rechtsgrundlage für den Einsatz ist das Ende 2025 geänderte Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG). Für die KI-Videotechnik an kriminalitätsbelasteten Orten veranschlagt das Land Berlin bis 2030 Investitionskosten von rund 2,47 Millionen Euro sowie Betriebskosten von 2,13 Millionen Euro. Zusätzlich soll die Technologie ab Dezember in einem einjährigen Testlauf auch zum Objektschutz am Roten Rathaus und am Dienstsitz der Innenverwaltung eingesetzt werden.