CIA-Direktor John Ratcliffe hat bei einem geheimen Besuch in Moskau ein Dreiertreffen von US-Präsident Donald Trump, Russlands Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vorgeschlagen. Das berichtet das US-Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei mit den Gesprächen vertraute Quellen.
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Ratcliffe sei letzte Woche Dienstag nach Moskau gereist und habe dort den Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergei Naryschkin, sowie FSB-Direktor Alexander Bortnikow getroffen. Dabei habe er neben einem Gipfel der drei Präsidenten auch eine Wiederaufnahme der von den USA vermittelten Friedensgespräche ins Spiel gebracht. Am Freitag hätten amerikanische Regierungsvertreter Selenskyj über die Gespräche und den Gipfelvorschlag informiert.
Die Regierung Trump hatte ein solches Treffen bereits früher erwogen. Ratcliffes Reise markiert laut Axios erstmals eine persönliche Beteiligung des CIA-Chefs an den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges. Er wollte demnach auch ausloten, ob die russischen Geheimdienstchefs Putin zu neuen Verhandlungen bewegen könnten. Ratcliffe soll Bortnikow als möglichen konstruktiven Vermittler eingeschätzt haben. Die CIA wollte den Bericht nicht kommentieren.
In Kiew bleibt das Misstrauen gegenüber Moskau gross. Ukrainische Regierungsvertreter gehen nach eigenen Geheimdiensterkenntnissen davon aus, dass Putin eine neue militärische Eskalation vorbereitet. Selenskyjs stellvertretender Stabschef Pawlo Palissa erklärte am Freitag, Russland entwickle mehrere Szenarien für eine Offensive im Norden der Ukraine; als mögliche Schwerpunkte nannte er Kiew und Tschernihiw.
Die von Washington vermittelten Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew liegen seit Mitte Februar auf Eis. Trumps Gesandte Steve Witkoff und Jared Kushner führten seither getrennte Gespräche mit beiden Seiten, bislang ohne entscheidenden Durchbruch. Selenskyjs Stabschef Kyrylo Budanow hält eine Wiederaufnahme der Gespräche im September für möglich.