Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Auf dem Niveau des Corona-Lockdowns»: Deutschlands Einzelhandel steckt in der Krise

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
«Auf dem Niveau des Corona-Lockdowns»: Deutschlands Einzelhandel steckt in der Krise
«Auf dem Niveau des Corona-Lockdowns»: Deutschlands Einzelhandel steckt in der Krise
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Der deutsche Einzelhandel hat im Juli einen überraschend schweren Rückschlag erlitten: Die realen Umsätze sanken gegenüber Juni um 3,4 Prozent und damit so stark wie seit fünf Jahren nicht mehr. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts schrumpften die Erlöse auch gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,5 Prozent. «Gegenwärtig liegen wir auf dem Niveau des zweiten Corona-Lockdowns, das ist extrem unbefriedigend und trifft den Einzelhandel hart», sagte Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), berichtet das Portal Apollo News.

JONAS GÜTTLER / KEYSTONE
Fussgängerin beim Corona-Testzentrum in der Wuppertaler Innenstadt (Symbolbild)
JONAS GÜTTLER / KEYSTONE

Der Absturz kommt unerwartet. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für Juli mit einem monatlichen Wachstum von 0,4 Prozent gerechnet. Besonders deutlich zeigt sich die Kaufzurückhaltung bei Waren, auf die Verbraucher eher verzichten können. Der Nichtlebensmittelhandel verlor real 4,8 Prozent, der Internet- und Versandhandel 5,6 Prozent. Bei Lebensmitteln betrug das Minus dagegen 0,8 Prozent. «Am Essen lässt sich schwerer sparen als an neuer Kleidung oder Elektronik», sagte VP-Bank-Chefökonom Thomas Gitzel gegenüber Reuters.

Besonders stark gingen die realen Umsätze der Tankstellen zurück: Sie lagen 9,1 Prozent unter dem Vormonat. Als Gründe werden das Ende des Tankrabatts und vorgezogene Käufe im Juni genannt. Zugleich revidierte Destatis den Juni-Wert auf eine Stagnation von 0,0 Prozent.

Der Konsum bleibt damit ein Schwachpunkt der deutschen Wirtschaft. Im August lag die Inflation nach vorläufigen Destatis-Zahlen bei 2,9 Prozent, nach 2,8 Prozent im Juli und 2,3 Prozent im Juni. Gleichzeitig waren im August 3,016 Millionen Menschen arbeitslos, die Quote betrug 6,5 Prozent. Hohe Preise und Unsicherheit am Arbeitsmarkt dürften die Bereitschaft zu grösseren Anschaffungen weiter bremsen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.