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«Asymmetrische» Reaktion: Russlands Aussenminister Lawrow warnt vor Eskalation in der Arktis

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«Asymmetrische» Reaktion: Russlands Aussenminister Lawrow warnt vor Eskalation in der Arktis
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Russlands Aussenminister Sergei Lawrow warnt vor einer militärischen Eskalation in der Arktis und stellt dem Westen als Antwort auf weitere Nato-Aktivitäten auch «asymmetrische» Gegenmassnahmen in Aussicht. In einem Beitrag auf der Website des russischen Aussenministeriums schreibt Lawrow: «Eine solche militärische Aktivität im Hohen Norden schafft direkte Bedrohungen für die Sicherheit Russlands. Das Risiko von Zwischenfällen, die eine bewaffnete Konfrontation mit potenziell katastrophalen Folgen provozieren könnten, nimmt zu.»

Sergei Ilnitsky/Keystone
Sergei Lawrow bei einem Treffen in Moskau
Sergei Ilnitsky/Keystone

Konkret richtet sich die Kritik gegen die Nato-Operation «Arctic Sentry», die das Bündnis im Februar gestartet hatte. Nach Angaben der deutschen Bundeswehr dient sie vor allem der Überwachung und soll wichtige Schiffsrouten im Nordatlantik freihalten. Die Mission ist zunächst bis Ende Jahr vorgesehen.

Lawrow wirft der Nato dagegen vor, die Arktis zunehmend zu militarisieren. Russland sei «zweifellos interessiert» daran, die Region als «Zone des Friedens und der Zusammenarbeit» zu erhalten. Die westlichen Staaten arbeiteten jedoch darauf hin, dort neue Spannungsherde zu schaffen. Ziel sei es, die Arktis zu einer weiteren Front der Konfrontation zu machen und die Entwicklung Russlands und seiner Partner einzudämmen.

Der Aussenminister verbindet die militärische Entwicklung mit den westlichen Sanktionen gegen Moskau. Diese schränken nach seiner Darstellung Russlands «legitime Rechte» bei der internationalen Zusammenarbeit ein. Zugleich unterstreicht er den russischen Führungsanspruch in der Region: «Ein Blick auf die Weltkarte genügt, um zu erkennen, dass Russland ein führender arktischer Staat war, ist und bleiben wird.»

Lawrow warnt den Westen schliesslich vor weiterem Druck: «Unsere heutigen Gegner hätten längst die zahlreichen Lehren der Geschichte lernen und erkennen müssen: Es ist aussichtslos, mit Russland in der Sprache von Sanktionen und Drohungen zu sprechen.» Auf «unfreundliche, feindselige Handlungen» werde Moskau angemessen reagieren, «auch asymmetrisch». Was dies konkret bedeuten soll, liess Lawrow offen.

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