Die AfD hat in einer neuen bundesweiten Insa-Umfrage mit 30,5 Prozent einen Höchstwert erreicht, während CDU und CSU auf 17,5 Prozent und damit auf ihren bisher niedrigsten Wert in dieser Messreihe fallen. Das Meinungsforschungsinstitut Insa erhob die Zahlen für die Bild; der Abstand zwischen beiden Parteien beträgt damit 13 Prozentpunkte.
CLEMENS BILAN / KEY
Für die Union von Bundeskanzler Friedrich Merz bedeutet das gegenüber der vorangegangenen Insa-Erhebung einen weiteren Rückgang. Ende September hatte Insa CDU und CSU noch bei zusammen 19 Prozent gemessen, die AfD bei 29,5 Prozent. Damals wurden 2001 Wahlberechtigte befragt; das Institut gab die maximale Fehlertoleranz mit 2,5 Prozentpunkten an.
SPD und Grüne kommen in der jüngsten Erhebung auf jeweils 14,5 Prozent. Die Linke erreicht 10,5 Prozent. FDP und BSW blieben mit 4,5 beziehungsweise 3,5 Prozent unter der 5-Prozent-Hürde. Weitere Parteien kommen zusammen auf 4,5 Prozent.
Damit hätten Union und SPD zusammen nur 32 Prozent. Selbst rechnerische Mehrheiten hängen allerdings davon ab, welche Parteien tatsächlich in den Bundestag einzögen und wie sich dadurch die Sitzverteilung veränderte. Umfragen bilden zudem lediglich die politische Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung ab und sind keine Prognosen für ein Wahlergebnis.
Der Abstand zwischen AfD und Union hat sich in den vergangenen Wochen deutlich vergrössert. Anfang Oktober hatte Insa die AfD noch bei 30 Prozent und CDU/CSU bei 18 Prozent gesehen. Die jüngste Erhebung setzt diese Entwicklung fort: Die AfD gewinnt nochmals einen halben Punkt, während die Union einen weiteren halben Punkt verliert.